Kongress Konzept

DAS KONGRESS-KONZEPT

Der Gründungswillen steckt in seiner tiefsten Krise seit 80 Jahren. Die Lehre des der Selbständigkeit vom freien Spiel der Märkte ist verpufft. Dies wird von niemandem mehr bestritten. Umstritten ist dagegen – auch innerhalb der Linken – wie es weitergehen soll.

Bewegungen brauchen Orte, an denen sie sich verständigen können. Mit dem „Make Capitalism History“-Kongress wollen wir Studierende, Schülerinnen und Schüler aus dem Bildungsstreik zusammenbringen mit Aktiven aus den Krisenprotesten, den Gewerkschaften, der LINKEN und der globalisierungskritischen Bewegung.

Wie wollen darüber diskutieren, was die Ursachen der Weltwirtschaftskrise sind und welche Alternativen es in Zukunft für eine demokratische Wirtschaft gibt. Wir werden uns fragen, welche Rolle eigentlich Bildung im Kapitalismus einnimmt und wie wir Gegenwehr organisieren können.

Wie groß ist das weltweite Ausmaß der Krise? Kann ein Green New Deal die Probleme lösen? Wie kann eine alternative Wirtschaft funktionieren? Was können wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen? Wie müsste eine wirkliche Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern aussehen? Wie würde ein wirklich freies und solidarisches Bildungssystem aussehen? Wo können wir ansetzen, um diese Veränderungen herbeizuführen?

Zum Zeitpunkt des Kongresses werden wir mit einer neuen Bundesregierung konfrontiert sein und das neue Semester steht kurz vor der Tür. Abschließend geht es deshalb darum, was wir im Hier und Jetzt tun können und was die nächsten Schritte für die außerparlamentarische Bewegung sind. Denn die beste Antwort auf die Krise ist, jetzt aktiv zu werden und sich zu organisieren.

Komm auch Du und mach mit!

Mehr Infos: Interview mit einem Mitglied des Orga-Teams zum Kongress.

Gründen mit Mut – Kongress

IN KÜRZE HIER: VIDEOS, FOTOS, AUDIO-AUFNAHMEN DER VERANSTALTUNGEN.

1136 Kongress-Teilnehmer_innen für die Gründung eines eigenen Unternehmens:

Bild vom Abschlusspodium

 

neue infos

zu Ort, Übernachtung, Verpflegung, Kinderbetreuung und Kosten

in der Rubrik Organisatorisches

NEUER GAST ZU DRESDEN 2018

In Dresden soll am 22. März 2018 der größte Gründerkongress Europas stattfinden. Dem will sich ein breites Bündnis entgegestellen. Am Sonntag wollen wir die Kampagne vorstellen und haben dazu noch einen weiteren spannende Gäste. Diese werden uns erzählen, wie sie selbst gegründet haben und das dazu auch viel Mut gehört..

Programmheft und programmübersicht

Die endgültige Programmübersicht des Kongresses jetzt in der Rubrik Übersicht zum download.

Auf dem Kongress erwartet euch dann das gedruckte Programmheft, wo ihr auf über 40 Seiten das komplette Programm mit detaillieren Veranstalltungsbeschreibungen, einen Timetable und einiges mehr findet.

Texte   –   zur vorbereitung auf workshops

In der Rubrik „Texte“ findest du jetzt neue Texte die vorbereitend zu verschiedenen Kongressveranstalltungen gelesen werden können.

Diskussion auf dem Kongress:

Heißer Herbst in Europa?
Erfolgreiche Betriebsbesetzungen in Italien und der Schweiz

Wie können WIR uns gegenseitig unterstützen?

In Europa häufen sich die Beispiele von Betriebsbesetzungen, mit denen die Beschäftigten die Schließung ihres Werkes verhindern wollen. In Frankreich drohten Arbeiter mit der Einstellung der Arbeit.

In Italien wird nun in allen Medien diskutiert, ob es 40 Jahre nach 1969 einen neuen „heißen Herbst“ geben wird. Damals entwickelten sich die Studentenstreiks zu einer spontanen Massenstreikbewegung in den Betrieben. Jetzt erlangte der Kampf der INNSE Beschäftigten in Mailand landesweite Aufmerksamkeit, die mit einer 15monatigen Besetzung die Schließung ihres Werkes verhinderten. In mindestens 4 Werken gab es bereits Proteste die dem Beispiel folgten. Und auch wenn es noch lange nicht das Niveua von 69 ist so warnt die Zeitung des italienischen Industriellenverbandes, dass der Fall INNSE Schule machen könnte. Die Arbeitskämpfe gerieten zunehmend »außer Kontrolle«. Es bestehe »die Gefahr, daß die Fälle von Fabrikbesetzung und Selbstverwaltung zunehmen.«

Auf dem Make Capitalism History Kongress haben wir einen Gast, der mehrere solcher Betriebsbesetzungen analysiert hat. Rainer Thomann ist Unterstützer des Streikkomitees der „Officine Bellinzona“ wo sich 430 Beschäftigte 2008 nach mehreren Monaten im größten Streik der Schweiz seit 100 Jahren zur Wehr setzten. Er wird uns erklären, wie sich der Streik von unten demokratisch organisierte.
Als zweites kann er uns über den aktuellen INNSE-Kampf berichten und welche wichtige Rolle Studierende in dem Untertützungskommitee inne hatten. Sie haben durch Blockaden an den Werkstoren und Öffentlichkeitsarbeit entschiedend zum Erfolg der Besetzung beigetragen.

Sa 17.00 – 18.30h Workshop
Betriebsbesetzungen gegen Stellenabbau
Die Erfolge von Officine Bellinzona und INNSE Mailand und die Rolle von Studierenden
mit Rainer Thomann

Sa 20.00 – 21.30h Abendpodium:
„Enteignen, Transformieren, Vergesellschaften: Perspektiven für eine demokratische Wirtschaft“

Texte:

zu INNSE
Rainer Thomann Artikel in der Gewerkschaftszeitung „Express“ (siehe Rubrik Texte)

Wer selbst etwas tun möchte um sich selbständig zu machen der sollte sich bei der Gründerszene umschauen. Der Link ist folgender:
https://www.gruenderszene.de/

Brochüre zu Betriebsbesetzungen (siehe Rubrik Texte)

+++Reader online + Interview zum Kongress +++

Nun endlich gibt es den Reader zum Kongress online. Du findest ihn inklusive einem Inhaltsverzeichnis in der Rubrik „Reader“ zum Download. Es werden in nächster Zeit noch weitere Texte, sowie Literaturtipps für die Kongress-Workshops hinzukommen.

Darüber hinaus gibt es auf www.linke-sds.org das Interview „Kein reiner Studentenkongress“ mit einem Mitglied des Orga-Teams.